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Orgeln 

In der Zollingerhalle .Leihorgeln nach auswärts .Eingelagert auf Windladen Eingelagert im Depot Spieltische Besondere Einzelstücke

Aufgestellt im Alten Schloß

 

Portativ, gebaut 1967
Unser kleinstes "Portativ" (= Trageorgel, von lat. portare = tragen) hat zwei Metallregister. Inschrift INT. Mai 1967 K.H. Bormann, Kehl. Mit seinem kleinen elektrischen Windmotor ist es also überall einsetzbar, wo eine Steckdose ist.

Disposition f0 bis c'''
Quintade 8'

Prinzipal 2'
 
Spieltische und Orgeln Gross Portativ 4182

Prozessionsorgel, Nachbau Fritzenschaf, 1985
Unsere Prozessionsorgel ist mit ihren 111 Pfeifchen auch im Freien deutlich zu hören, wie wir bereits bei einer Fronleichnamsprozession erfahren haben. Mit zwei Bälgen wird die Orgel mit Winddruck versorgt. Nachbau nach dem Renaissanceportativ im Baseler Museum durch Orgelbaumeister Fritzenschaf in Bad Schussenried.

Disposition
c0 bis c'''
Holzgedeckt 8'

Holzgedeckt 4'

Prinzipal 2' (im Prospekt)
Spieltische und Orgeln Gross Prozessionsorgel

Orgelpositiv, Nachbau Steinmeyer, 1936
Der Nachbau des Orgelpositivs aus Nothgottes im Rheingau ist ein liebenswürdiges Instrument mit silberhellen Barockklängen. Das originale Instrument befand sich nach einem Foto aus der Zeit um 1930 in Auflösung: Steinmeyer hat diesen in "letzter Minute" vollzogenen Nachbau 1938 auf der zweiten Tagung der Deutschen Orgelfreunde in Freiburg i. Br. vorgestellt. Dabei hat das Instrument wegen des Originalnachbaues der Schleifladentechnik eine solche Begeisterung unter den Tagungsteilnehmern ausgelöst, dass damit ein Siegeszug für die Wiederaufnahme der mechanisch gesteuerten Schleifwindlade einsetzte, der allerdings durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zeitlich gestoppt und erst in den 1950er Jahren wiederaufgenommen wurde. WEITER...

Soieltische und Orgeln Gross Orgelpositiv

Orgel aus Gerolfingen, Steinmeyer 1865, mit mechanischer Kegellade
Ein frühromantisches Instrument von Steinmeyer, 1865, Opus 54, mit differenzierten Charakterstimmen stammt aus der Evang.-Luth. Pfarrkirche Gerolfingen bei Ansbach. In einem historisierend neugotischen, mit Zinnen versehenen Gehäuse ist die einmanualige Orgel auf mechanischer Kegellade aufgebaut.

Disposition
Manual C bis f'''
Gedeckt 8'
Salicional 8'
Gamba 8'
Prinzipal 8'
Octav 4'
Flöte 4'
Octav 2'
Mixtur 2 2/3'
Pedal C bis c' Subbaß 16' Violon 8' Manualkoppel auf Pedal

 

Spieltische und Orgeln Gross Gerolfingen Steinmeyer

Orgel aus Gößweinstein, Albert Moser 1939 nach Planung durch Prof. Georg Kempf
mit elektropneumatischer Steuerung

Die große Orgel aus der Wallfahrtskirche Gössweinstein in Oberfranken 1939 von Albert Moser aus München erbaut, ist ein Prachtstück einer Universalorgel, die ihre spätromantische Entstehungszeit nicht verleugnet, aber auch die silberhellen Barockregister im Sinne der Orgelbewegung zur Verfügung stellt. Das Instrument ist elektromagnetisch gesteuert und hat auf Taschen- und Kegelladen eine sanft-weiche Tonansprache. Albert Moser, der auch die fünf großen Orgelwerke der Wallfahrtsbasilika Einsiedeln in der Schweiz schuf, dürfte der bedeutendste und fortschrittlichste Orgelbauer Münchens zwischen den beiden Weltkriegen gewesen sein. WEITER...

Spieltische und Orgeln Gross Goessweinstein 04170_01

Regal, Nachbau nach Michel Klotz um 1600
Unser Regal, ein Nachbau eines historischen Instrumentes aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, ist ein seltenes, weil zwar im Mittelalter bis zur Renaissance häufig benütztes, in der Barockmusik aber wegen seines rudimentären Klanges nicht mehr geschätztes Instrument: Es repräsentiert zwei wichtige Entwicklungsstufen für die spätere Orgel. WEITER...
Spieltische und Orgeln Gross Regal 04206

Großharmonium mit Celeste, Schiedmayer 1907
Ein Großharmonium aus dem Jahre 1907 von Schiedmayer in Stuttgart wurde im Jahre 2002 von dem niederländischen Orgel- und Harmoniumbaumeister Dirk Joris in einem völlig verwahrlosten und in seinem unteren Teil abgefaulten Zustand auf einem Bauernhof in der Nähe von Dachau ausfindig gemacht und für die Restaurierung übernommen. Der Klang des zweimanualigen, mit Pedal von C-f0 gebauten Harmoniums erinnert an eine mächtige Kirchenorgel. Da es auf dem zweiten Manual die außerordentlich seltene Ausbildung einer Celeste, d. h. eines Glockenspiels mit Klanghölzern (Xylophon) aufweist, wurde es als große Rarität hierher in den Orgelsaal geholt. Die Tonerzeugung geschieht bei Harmonien nicht mit Röhrenpfeifen, sondern mit schwingenden Zungen. Wir besitzen im Depot eines der größten jemals gebauten Harmonien mit eigenem, elektrisch steuerndem Spieltisch.
Spieltische und Orfgeln Gross Grossharmonium

Orgelpositiv aus Walpersdorf, 17./18. Jhd.
Das Orgel-Positiv aus Walpersdorf ist unsere älteste Orgel mit einer Windlade wohl noch aus dem 17. Jahrhundert; es wurde im 18. Jahrhundert erweiternd umgestaltet und Ende des 18. Jahrhunderts aus der Pfarrkirche Hofendorf bei Neufahrn in Niederbayern in deren Nebenkirche Walpersdorf übertragen. Seit mindestens einem halben Jahrhundert unspielbar und in den Metallpfeifen fast völlig ausgeplündert (obere Abb.), wurde das Instrument als Dauerleihgabe an das Orgelzentrum gegeben und durch Mitfinanzierung des Fördervereins Orgelmuseum e.V. restauriert (untere Abb.).

Die im 19. Jahrhundert angebaute, völlig unproportionierte Pedalanlage wurde dabei im Sinne des Ursprungsklanges weggelassen. Die gedeckten Holzpfeifen eines 8' und eines 4' Flötenregisters waren größtenteils vorhanden, die Metallpfeifen des Prinzipal 2' und der auf c1 repetierenden 1 1/3' Quinte wurden aus Altbestand ergänzt.

Die Prospektpfeifen stammen aus der Werkstätte von Friedrich Ladegast.

Disposition
C, D, E, F, G, A bis c'''
Gedeckt 8'
Holz Flöte 4' Holz

Prinzipal 2'
Octav 1' repet.
Quinte 1 1/3'
 

 

 Walpersdorf Orgel restauriert                                                                                                                                                         


Kleinorgel, Guido Nenninger um 1960
Die Kleinorgel aus der Werkstätte Guido Nenninger in München verweist gleich in der Eingangshalle durch ihre typische Gehäuseform mit dem V-förmigen Prospekt auf eine Bauzeit in den 1960er Jahren. Das robust gebaute Instrument steht auf Schleifladen, mit Seilzug gesteuert und darf auch von orgelkundigen Besuchern bespielt werden.

Disposition
C-f'''

Gedeckt 8'
Flöte 4'

Octav 2'
Quinte 2 2/3'

Zimbeloctav 2-3fach
Pedal C bis d1 starr gekoppelt
Spieltische und orgeln Gross Nenninger

Orgel, Steinmeyer Opus 3 um 1850
Das Opus 3 von Steinmeyer ist eine für die Entwicklung des romantischen Orgelbaues in Bayern wichtige Inkunabel: Sie steht am Anfang der 1848 von Georg Friedrich Steinmeyer gegründeten und nachmals bedeutendsten bayerischen Werkstatt. Die einmanualige Orgel wird von einem freistehenden Spieltisch zu der mechanischen Schleiflade gespielt. Die Untertasten im Manual sind noch in barocker Tradition schwarz, die Obertasten mit weißem Knochenüberzug belegt. Die Prospektpfeifen wurden nach Kriegsablieferung 1914 in Zink erneuert, der Klang des Instruments ist voll und frisch. Aufgestellt in der oberen Diele des Stützanbaues unter dem hochragenden Dachwerk hat es wichtige Nachbarn erhalten, ein Brüstungswerk von Joseph Bohl und eine Orgel von Hanns Henny Jahnn. Bohl seinerseits war Schüler des berühmten Augsburger Barockorgelmachers Johann Andreas Stein.
Somit ist hier eine wichtige genealogische Abfolge vom barocken zum frühromantischen Klangbild zu erleben.

Disposition
Manual C bis c'''
Gedeckt 8'
Salicional 8'
Prinzipal 4'

Flöte 4'
Octav 2'

Pedal C bis a0
Subbaß 16'
Spieltische und Orgeln Gross Opus3 Steinmeyer

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 Brüstungsorgel Dezenacker,
Joseph Bohl (1801-1878)

Joseph Bohl wurde in eine der größten Orgelnotzeiten hinein geboren. Die Säkularisation 1803 mit Aufhebung der Klöster als Kunst- und Kulturträger hatte fast alle orgelfinanzierenden Möglichkeiten bis fast Mitte des 19. Jahrhunderts ausgehebelt. Da half es nichtsder Jahrhundertmitte, romantische Wege., daß Bohl noch im Stile des berühmten Orgelbauers Johann Andreas Stein gelernt hatte. Um nicht zu verhungern, mußte er vorwiegend Klaviere bauen. Nur selten kam ein Orgelauftrag wie 1846 für die Brüstungsorgel von Dezenacker. Sie bekam ein klassizistisches Gehäuse, hat aber in ihren funf Registern noch barocke Strahlkraft.
Der junge Georg Friedrich Steinmeyer hat noch bei Joseph Bohl gelernt, aber dessen große künstlerische Selbständigkeit ging bald andere, nämlich ab
Disposition C-c3
Copel 8
'
Amarosa 8
'
Flauto 4
'

Prinzipal 4
'
Octav 2
'


'













 Hausorgel nach Plan von Hans Henny Jahnn, erbaut 1930/31 von Dr. Ing. Karl Siebert in Flensburg

Die bisher nicht unter den Werken Jahnns bekannte
Hausorge, die aus dem Hause von Dr. Hans Viktor Böttcher in Wachtberg-Niederbachem übernommen und 2015 in der oberen Diele des Alten Schloses augestellt wurde, ist nach dem Pfeifenbau und den Mensuren eindeutig auf H.H. Jahnn zurükzuführen. Dr. Siebert hat dafür zwei barocke Windladen aus der Marienkirche in Flensburg, angeblich von Arp Schnitger, verwendet.
Nach dem Tod von Dr. Karl Siebert 1948 kam die 12-registrige Orgel aus dessen Flensburger Haus zum Lübecker Organisten Walter Kraft in dessen Haus, allerdings nur kurzfristig für 16 Jahre. Nach Errichtung des Hauses von Hans Victor und Karin Böttcher, geb. Siebert und Tochter Karl Sieberts, wurde das Instrument. von der Firma Klais nach Niederbachem umgesetzt.
Nach dem Tod von Karin Böttcher im August 2000 hat ihr Gatte das wertvolle Instrument 2012 dem Orgelzentrum Valley angeboten. Nach restaurierung spielt das Instrument seit 2015 dort wieder.
Da der Hamburger Hans Henny Jahnn als Orgelplaner im Süden Deutschlands noch zu wenig bekannt ist, besteht die Absicht, seine dreimanualige berühmte Orgel von St. Pauli, die ebenfalls schon in Valley eingelagefrt ist, im gleichen hohen Dielenraum wieder aufzustellen - Spenden hierfür sind höchst erwünscht.


Disposition

1 .Manual C - f3
Quintade 8
'
Prinzipal 4
'
Oktave 2
'
Krummhorn 8
'


2 .Manual C - f3
Gedackt 8'
Rohrflöte 4'
Terz 1 3/5'
Quinte 1 1/3'
Sifflöte 1'


Pedal  C - f1
Nchthorn 2
Bauernflöte 2 2/3
Rankett 16




Johann Heinrich Koulen C04195 

 Brüstungsorgel von Joseph Bohl
 Hausorgel nach Plan von H.H.Jahnn


Frankenried, Katholische Pfarrkirche St. Andreas: Die für das romantische Klangbild wertvolle Orgel von Johann Heinrich Koulen wird in das Barockorgel-Gehäuse aus Pürgen bei Landsberg a.L. in der Frontmitte des Orgelsaales eingebaut. Das Gehäuse stammt laut Mitteilung von Richard Paletta vom Aitranger Orgelbaumeister Franz Thoma (1745-1817), dem Erbauer der historischen Orgel in Schlehdorf. Das damals von Koulen in das Barockgehäuse von Pürgen eingebaute Werk ist nicht erhalten, war aber von etwa vergleichbarer Größe wie das Frankenrieder, so dass nun dieses eingebaut werden kann, mit zwei Manualen von C-f3 und Pedal von C-d1 und den Registern Prinzipal 8', Gedeckt 8', Octave 4', Flöte 8', Salicional 8', Vox coelestis 8', Gemshorn 4', Mixtur Cornett 2 2/3', Stillgedeckt 16' und Subbaß 16'. Der Spieltisch und das Barockprospekt sind in der Front des Orgelfestsaales bereits aufgestellt, Windladen und Pfeifen werden bis 2013 aus dem Montagekeller dorthin übertragen. Das weitgehend abgelaugte Gehäuse erhält eine Neufassung, deren Grundierung und Mustermarmorierung jetzt schon als Blickpunkt am Beginn der Orgelführungen steht. Wir warten alle gespannt auf die klangliche Aussage, denn Koulen war ein exzellenter Intonateur und neben Steinmeyer und Walcker der wohl wichtigste Vertreter der süddeutschen Orgelromantik. Die Klangbildung wird auch entsprechend weich erfolgen, da die originalen Koulen-Membranenladen wieder verwendet werden.






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