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Vita

Johann Friedrich Sixtus Lampl ist am Sixtus-Tag 1941 auf dem Strenghof in Westenhofen am Schliersee geboren. Ab 1952 erhielt er im Progymnasium und Internat der Benediktiner in Schäftlarn von Pater Augustin Kessler Orgelunterricht und spielte bereits an Pfingsten 1953 selbständig das erste Hochamt in der St. Martins-Filialkirche Westenhofen. Die oberen Klassen des humanistischen Gymnasiums besuchte er in Tegernsee mit Abitur 1962 in der Barockaula der ehemaligen Benediktinerabtei. Beide Schulorte mit höchstrangigen Beispielen bayerischer Barock- und Rokokokunst weckten sein Interesse für Kunstgeschichte und bayerische Geschichte sowie für die Musikpflege der bayerischen Barockklöster. An der Münchener Universität studierte er Christliche Philosophie, Theologie, bayerische Kirchen- und Kunstgeschichte sowie Musikwissenschaft. 1975 erschien die zweibändige Dissertation über „Die Klosterkirche Tegernsee“ unter Doktorvater Prof. Norbert Lieb; das Rigorosum in Musikwissenschaft bei Prof. Dr. Thrasybulos Georgiades.

Die Wiederaufführungen mit selbst edierten unbekannten Musikwerken aus bayerischen Klöstern begannen 1963 mit einer Vesper aus dem Jahr 1737 für Soli, Chor und Orchester des Tegernseer Benediktiner-Komponisten Pater Leonhard Trautsch. Das von ihm gegründete Liebhaber-Ensemble der „Westenhofener Barockmusikfreunde“ nannte sich nach der Umsiedelung nach Valley 1987 „Die Valleyer Barockmusikfreunde“. Kunstgeschichtlich legte sich der Schwerpunkt auf die Rokoko-Entwicklung der Gebrüder Johann Baptist und Dominikus Zimmermann mit entsprechenden Publikationen. Eine gewisse Tragik liegt darin, dass die Kunsthistoriker in Lampl den Musiker, die Musiker aber den Kunsthistoriker sehen, und damit nur schwer die Aussage von Norbert Lieb, dem berühmten Ordinarius für Bayerns Kunstgeschichte, verinnerlichen: „Was uns reinen Kunsthistorikern verborgen bleibt, erschließt sich dem Kunsthistoriker und Musiker Sixtus Lampl wie von selbst“.

Von 1973 an Universitäts-Assistent, diente Lampl von 1977 bis 2006 als Konservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege der sachgerechten Erhaltung der bayerischen Baudenkmäler, besonders in Niederbayern und der Oberpfalz, von 1980 an zusätzlich für die historischen Orgeln in ganz Bayern.

Aus der naheliegenden Erkenntnis, dass die Klosterkomponisten genau für die Akustik ihrer eigenen Kirche komponiert haben, und daher die Wiederaufführungen dort am besten klingen, wurden diese nach Möglichkeit dorthin verlegt. Wenn im Bus die Mitwerkenden nicht alle Plätze benötigten, wurden die restlichen an interessierte Zuhörer vergeben – daraus sind die Sixtus Lampl-Kulturfahrten entstanden, also auch bereits eine über 50jährige Tradition.

Von der Mitgliederversammlung der Internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO) 1985 in Brügge/Belgien in den Beratenden Ausschuss gewählt, beriet er in Nachfolge von Dr. Walter Supper bis 2010 in Orgeldenkmalfragen.

1981 Aufnahme als a.o. Mitglied in die Bayerische Benediktinerakademie.

1997 Bundesverdienstkreuz für die außerordentliche Rettung von Baudenkmälern und Orgeln sowie für die Wiedererweckung der Musik aus bayerischen Barockklöstern.

2005 Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern

2009 Preisträger der Bücher-Dieckmeyer-Stiftung.

Am 01.12. 2015 wurde Herrn Dr. Sixtus Lampl eine der höchsten Auszeichnungen des Bayerischen Landtages durch die Landtagspräsidentin Frau Barbara Stamm verliehen:
Die silberne bayerische Verfassungsmedaille 2015

Für weitere Einzelheiten hierzu bitte hier anklicken.


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www.lampl-orgelzentrum.com
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